INZMO und a68 automatisieren gemeinsam die Erkennung auffälliger Schadenfälle
Die Berliner Versicherung INZMO hat eine strategische Partnerschaft mit dem KI-Spezialisten a68 angekündigt, um die Schadenbearbeitung effizienter, skalierbarer und präziser aufzustellen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, auffällige Schadenfälle früher zu erkennen, manuelle Prüfaufwände zu reduzieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und die Schaden-Kosten-Quote nachhaltig zu verbessern.
Die Herausforderung: Betrug skaliert, manuelle Prüfung nicht
Versicherungsbetrug kostet die europäische Branche jährlich Milliarden. Gleichzeitig verändert KI die Dynamik: Was früher Fachwissen, Zeit und Aufwand erforderte, lässt sich heute ohne Vorkenntnisse massenhaft erzeugen, von realistischen Schadenbildern über Rechnungen bis hin zu scheinbar plausiblen Belegen.
Während manipulierte Bilder und gefälschte Dokumente immer schneller entstehen, können Schadensteams nicht jeden Fall manuell und forensisch im Detail prüfen. Genau hier wird Automatisierung zum Wettbewerbsvorteil: Versicherer können unauffällige Fälle schneller regulieren, Prüfteams entlasten und auffällige Nachweise gezielter identifizieren.
Die KI-Lösung
a68 orchestriert spezialisierte KI-Agenten, Computer-Vision-Modelle, klassische Machine-Learning-Verfahren und forensische Prüfmodule entlang des gesamten Schadenprozesses. Die Plattform analysiert Schadenbilder, Rechnungen, Belege und Falldaten, prüft sie auf Auffälligkeiten und macht relevante Risikosignale für Schadensteams nachvollziehbar sichtbar.
Dabei geht es nicht um eine Black-Box-Entscheidung, sondern um erklärbare Hinweise: Welche Nachweise sind auffällig? Welche Angaben passen nicht zusammen? Welche Fälle sollten priorisiert geprüft werden? So können Sachbearbeiter schneller, gezielter und mit besserem Kontext entscheiden.
„a68 Fraud Catcher hat uns geholfen, die Betrugserkennung zu stärken und die Schadenbearbeitung effizienter zu gestalten. Verdächtige Fälle werden genauer geprüft, während unauffällige Schäden den Prozess schneller durchlaufen. Das erhöht die Automatisierung und entlastet unsere Schadenteams.“ Iris Tomingas, Head of ICT, INZMO
Messbare Wirkung
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Wirkung auf den Schadenprozess: INZMO konnte die Erkennung auffälliger Schadenfälle um 130 % steigern und gleichzeitig die Bearbeitungszeit in der Schadenbearbeitung um 52 % reduzieren.
Durch die stärkere Automatisierung laufen unauffällige Schäden schneller durch den Standardprozess, während prüfungsrelevante Fälle gezielter priorisiert werden. Das entlastet die Mitarbeitenden, reduziert manuelle Prüfaufwände und verbessert zugleich die Kundenzufriedenheit durch kürzere Bearbeitungszeiten.
Ursprünglich veröffentlicht bei Coverager.
